industrienähmaschine

Language
German

Vor wenigen Wochen hatte ich die Idee, meiner Frau eine neue Nähmaschine zu Weihnachten zu schenken. Und weil ich gerne recherchiere und Produktinformationen vergleiche, landete ich schnell bei semi-professionellen Computernähmaschinen.

Meine Frau jedoch hielt davon gar nichts, denn sie war immer noch recht zufrieden mit unserem Janome-Nachbau aus dem Hause W6-Wertarbeit, einem damaligen Zulieferer von Quelle (oder so).

Ich war aber zu diesem Zeitpunkt so angefixt von der Möglichkeit, LKW-Plane, Leder oder Jeans nähen zu können, dass ich die Kleinanzeigen nach gebrauchten Industrienähmaschinen durchforstete mit dem Ergebnis, dass ich anstatt 800 EUR um die 300 EUR Investition liegen würde.

Auf einmal sah ich jedoch ein Angebot auf Ebay, wo jemand für 60 EUR den Kopf einer Maschine verkaufen wollte - mit Versand!

So schlug ich zu, da ich mir dachte, dass ich den Tisch schon bauen könnte, kann ich ja etwas schweißen und mit Holz umgehen.

Nach viel Schweiß und Materialkosten um die 130 EUR ist hier das Ergebnis:

 

Ich bin mit der Maschine sehr zufrieden! Der Greifer läuft noch gut und das Ergebnis ist OK. Die Maschine brauchte natürlich viel Öl und der Getriebekasten war total trocken, aber nach Fetten dieses und erneuern eines Öldochtes und einer Dichtung lief alles rund.

Zwei Spulenkapseln hatte ich mir dazu gekauft, musste aber die Öffnung für die Nadel aufschleifen, da sie zu klein war, aber im Gegensatz zu den billigen Dürkopp-Angeboten aus Fernost (JUKI-Kapseln) passten diese, denn die neuen Kapseln sind ca. 0,5 mm zu breit.

Also habe ich auch hier etwas Ersatz und ganz toll war, dass die teuren Dürkopp-Adler-Füße auch durch billige Fernost high shank ausgetausch werden können.